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Rundreise Irland: Route, Fahrzeiten und Linksverkehr

Irland ist klein genug für eine Rundreise in einer Woche und groß genug, dass die berühmten Ziele weiter auseinanderliegen, als die Karte vermuten lässt. Der häufigste Planungsfehler ist derselbe wie in Schottland: Man rechnet mit Autobahntempo und landet auf Landstraßen, die durch jedes Dorf führen.

Hundert Kilometer auf einer irischen National Road bedeuten realistisch zwei Stunden, nicht eine. Wer das einplant, bekommt eine sehr entspannte Reise.

Diese Guides sind auf Deutsch; der Reiseplaner selbst ist derzeit noch auf Englisch. Wir sagen das lieber hier, als Sie es nach fünf Fragen herausfinden zu lassen.

Die klassische Woche ab Dublin

Dublin, Kilkenny, Cork und Kinsale, der Ring of Kerry oder die Dingle-Halbinsel, die Cliffs of Moher mit dem Burren, Galway und Connemara, zurück über die Boyne-Region. Etwa 1.200 Kilometer, gut verteilt auf sieben Tage mit maximal drei Stunden Fahrt pro Tag.

Dingle ist die lohnendere Alternative zum Ring of Kerry: schmaler, leerer und ohne die Reisebusse, die den Ring im Sommer im Uhrzeigersinn verstopfen.

Linksverkehr und Straßenbreite

Der Linksverkehr ist nach einer Stunde Routine — beginnen Sie außerhalb Dublins und nicht im Berufsverkehr. Anspruchsvoller sind die Straßenbreiten: Eine als „regional“ klassifizierte Straße kann eine Gasse zwischen zwei Steinmauern sein, und Gegenverkehr bedeutet dort echtes Rangieren.

Mietwagen sind Schaltwagen, sofern nicht ausdrücklich anders gebucht — mit links geschaltet. Wer sich das nicht zutraut, sollte gezielt einen Automatikwagen reservieren, sie sind knapp und teurer.

Maut, Tanken und Versicherung

Die M50 um Dublin ist eine kameragestützte Maut ohne Schranke: Die Gebühr muss bis 20 Uhr des Folgetags online bezahlt werden, sonst berechnet der Vermieter eine Bearbeitungsgebühr obendrauf. Die übrigen Autobahnmauten sind klassische Schranken mit Kartenzahlung.

Bei der Versicherung lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Irische Vermieter akzeptieren die Deckung mancher Kreditkarten nicht und verlangen dann die eigene Vollkasko.

Beste Reisezeit

Mai, Juni und September. Das Wetter ist in Irland ohnehin eine Frage der Stunde, nicht der Jahreszeit, aber diese Monate bieten lange Tage, weniger Verkehr auf den Küstenstraßen und bezahlbare Unterkünfte. Juli und August sind voll, besonders in Kerry und Clare.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für eine Irland-Rundreise?
Sieben Tage reichen für den klassischen Süd- und Westen ab Dublin. Zehn Tage erlauben zusätzlich die Nordküste mit dem Giant's Causeway. Unter fünf Tagen fährt man an den meisten Zielen vorbei.
Wie funktioniert die M50-Maut?
Kameras erfassen das Kennzeichen, eine Schranke gibt es nicht. Bezahlt wird online bis 20 Uhr am Folgetag. Übernimmt das der Vermieter, kommt eine Bearbeitungsgebühr hinzu — es lohnt sich, das selbst am Abend zu erledigen.
Ist der Ring of Kerry oder Dingle die bessere Wahl?
Für eine einzelne Rundfahrt Dingle: schmaler, ruhiger und landschaftlich ebenbürtig. Der Ring of Kerry ist im Sommer stark von Reisebussen befahren, die ihn gegen den Uhrzeigersinn nicht befahren dürfen — wer entgegengesetzt fährt, begegnet ihnen ständig frontal.
Englische Fassung dieser Route

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